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Ansprechpartner für die Menschen

 Bastelgruppe spendet  an Seniorenbetreuung und Telefonseelsorge – Neuer Ausbildungskurs startet

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 Anne Kramer (l.) von der Handarbeits- und Bastelgruppe übergab die Schecks an Lisa Borker und Hermann Niemann.  Gemeinde-Foto
 

Geeste (eb) – Die Handarbeits- und Bastelgruppe der Christus-König-Gemeinde Dalum durfte nach ihrem Advents- und Weihnachtsbasar erstmals 3000 Euro für die Telefonseelsorge Emsland/Grafschaft Bentheim und erneut 500 Euro für die Seniorenbetreuung Geeste übergeben.

Die Gruppe begrüßte dazu Hermann Niemann, Vorsitzender der Telefonseelsorge, und Lisa Borker, Vorsitzende der Seniorenbetreuung in Dalum im Haus Emmaus. Der Dank von Leiterin Anne Kramer galt jedoch zunächst ihren Mitarbeiterinnen, die sich regelmäßig im Jahr treffen, um den traditionellen Basar reichlich bestücken zu können. Auch die Küchenmannschaft erhielt besonderes Lob, war doch die Versorgung der Besucher mit Kaffee, Kuchen, Schnittchen, Waffeln und Saft erneut hervorragend gelaufen.

Hermann Niemann bedankte sich für die Spende und informierte die Frauen über die Arbeit der Telefonseelsorge. Seit 1995 besteht der selbstständige Verein in katholischer Trägerschaft und ist Mitglied im Diözesancaritasverband Osnabrück. Organisiert würde aber ökumenisch, wie der Vorsitzende ausführte. Zurzeit beraten gut 65 Mitarbeiter regelmäßig am Telefon. Jährlich käme es zu ca. 14000 Anrufen.

„Die Telefonseelsorge ist ein Gesprächs-, Beratungs- und Seelsorgeangebot der evangelischen und katholischen Kirche für alle Menschen in Lebenskrisen und belastenden Situationen. Sie ist rund um die Uhr gebührenfrei, vertraulich und anonym erreichbar“, warb Niemann für den Verein.

„Jeder Mensch kann unvermutet in eine Lebenskrise kommen, in der er sich hilflos, unsicher und/oder traurig fühlt. Hier ist die Telefonseelsorge oft die einzige Möglichkeit, jemanden zu finden, mit dem man sprechen kann“, erläuterte er. Wer sich etwas „von der Seele reden“ wolle, fände dort Menschen, die sich auf ein Gespräch einließen und aufmerksam zuhörten. „Die Telefonseelsorge kann zwar Probleme nicht lösen, kann aber dabei behilflich sein, dass Anrufende es selbst schaffen“, ist der Vorsitzende überzeugt.

Im Gespräch erfahre man menschliche Nähe, Zuwendung, Anteilnahme, Anstoß zu neuem Lebensmut. Dieses sei oft der erste Schritt zur Problemlösung. Viele Menschen erlebten sich wieder lebendig und entdeckten, dass Kräfte in ihnen steckten, wenn ein Seelsorger wirklich verstehend zuhöre.

Die Geldspende in Höhe von 3000 Euro komme zur rechten Zeit, da zu Beginn des neuen Jahres 2018 ein neuer Ausbildungskurs geplant ist, so Niemann. Über 25 Interessenten hätten sich bereits gemeldet. Im Januar findet ein Informationsabend statt. Infos dazu gibt es unter Tel. 0 59 31/1 27 22.

Die Ausbildung beträgt 150 Stunden und dauert ein Jahr. Im letzten Halbjahr der Ausbildung nehmen die Teilnehmer als Hospitanten teil. Die Ausbildung findet in Meppen statt und startet mit einem Kennlernwochende im Kloster Ahmsen.

Die Kosten für die Ausbildung liegen bei etwa 14 000 Euro, die der Verein übernimmt. Die Teilnehmer zahlten lediglich eine Gebühr von 100 Euro. Sie verpflichten sich, für zwei Jahre mindestens zwei Dienste je vier Stunden im Monat und zwei Nachtdienste zu übernehmen.

Lisa Borker sprach der Gruppe ebenfalls ihren Dank aus. Mit der Spende könne man den Senioren in der Gemeinde Geeste auf vielfältige Art Freude bereiten. Fünf Tage die Woche würde älteren Men-schen ein abwechslungsreiches Angebot gemacht. Sie berichtete von den unterschiedlichsten Aktionen im Laufe des Jahres. Ein sehr wichtiger Aspekt der Arbeit des Vereins ist die soziale Integration der Senioren in das Dorfgeschehen.

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Einrichtung feiert Geburtstag Telefonseelsorge nach 20 Jahren wichtiger denn je

Hermann Niemann, Vorsitzender der Telefonseelsorge, bei der Vorstellung der neuen Broschüre im Marstall Clemenswerth in Sögel bei der Veranstaltung anlässlich des 20-jährigen Bestehens.

Hermann Niemann, Vorsitzender der Telefonseelsorge, bei der Vorstellung der neuen Broschüre im Marstall Clemenswerth in Sögel bei der Veranstaltung anlässlich des 20-jährigen Bestehens.Sögel. Die Telefonseelsorge Emsland/Grafschaft Bentheim verzeichnet in den vergangenen Jahren eine Verdopplung der Anzahl der Gespräche. Das 20-jährige Bestehen wurde zudem zum Anlass genommen, eine neue Broschüre vorzustellen.
Deutschlandweit ist die Telefonseelsorge nach eigenen Angaben die meistgewählte Nummer im Feld der Telefonberatungen. Auch die Telefonseelsorge Emsland/Grafschaft Bentheim wird rege angenommen – mit steigender Tendenz. Wie der Vorsitzende Hermann Niemann auf der Feier zum 20-jährigen Bestehen im Marstall Clemenswerth in Sögel mitteilte, hätte sich die Anzahl der Gespräche von 2005 bis heute verdoppelt. Aus den insgesamt 14000 Anrufen 2014 seien etwa 9000 intensive Gespräche entstanden.
Auch die Dauer der Gespräche habe sich verlängert, so Niemann. Die 62 ehrenamtlichen Mitarbeiter seien rund um die Uhr erreichbar absolvierten pro Jahr jeweils 116 Stunden, einschließlich Nachtdiensten. Auch wenn der Verein mit dem Caritasverein Osnabrück in katholischer Trägerschaft sei, arbeite er ökumenisch.
Um die steigende Anzahl der Anrufe zu meistern, laufe derzeit ein Ausbildungskurs mit neun Teilnehmern, für das kommende Frühjahr sei ein weiterer mit bislang 19 Interessierten vor. Als Zielmarke nannte Niemann 80 Mitarbeiter, die weiterhin den Dienst rund um die Uhr gewährleisteten. Die Schwerpunkte der Gesprächsthemen lägen in Bereich Einsamkeit, Familie oder psychischen Krankheiten. Nahezu 5 Prozent der Anrufer lebe allein. Deshalb sei die Telefonseelsorge für viele der einzige Kontakt mit anderen Menschen.
Diesem Thema widmete sich auch der Gastredner Wolfgang Reuter in seiner Ansprache. Die Gespräche könnten zum Ereignis werden, wenn sich beide Teilnehmer „respektvoll und in Würde auf gleicher Augenhöhe begegnen“. In diesem Rahmen könne man auch von einer Offenbarungsqualität sprechen.
Quelle: Meppener Tagespost 21.09.2015