Steigender Gesprächsbedarf: Telefonseelsorge Emsland führte 8989 intensive Gespräche

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Einen steigenden Gesprächsbedarf bei der Telefonseelsorge, sehen (v. l.) Gislinde Prange, Hermann Niemann und Ludger Plogmann. Foto: privat


Meppen. Einen nach wie vor steigenden Gesprächsbedarf hat der Vorstand der Telefonseelsorge Emsland/Grafschaft Bentheim während der Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus St. Vitus festgestellt. „Es wurden 8989 intensive Gespräche geführt“, berichtete der erste Vorsitzende Hermann Niemann den Mitgliedern. Dies wären 223 mehr Gespräche als im Vorjahr. „Dies ist eine Steigerung um nochmals 2,5 Prozent“, erklärte Niemann und ergänzte, „obwohl das Jahr 2013 bereits den bisherigen Höchststand aufwies.“ Bei der Vorstellung der Statistik wies er auf Änderungen bei der Zuordnung der Themen hin. Insofern seien die Zahlen nicht generell vergleichbar mit den Vorjahren.

Im vergangenen Jahr waren 63 Ehrenamtliche, 52 Frauen und elf Männer, für den Verein im Telefondienst tätig. Im Laufe des Jahres wären fünf Frauen ausgeschieden, während acht Mitarbeiterinnen nach Erhalt ihres Ernennungszertifikates ihren Dienst aufgenommen hätten. Ziel der Telefonseelsorge Emsland/Grafschaft Bentheim ist, einen Dienst rund um die Uhr aus eigener Kraft anzubieten. Dazu würden bei einer Dienstzeit von 116 Stunden pro Mitarbeiter im Jahr, rund 80 Ehrenamtliche benötigt. Niemann sagte: „Da erfahrungsgemäß rund zehn Prozent der Mitarbeiter, zum Beispiel durch Alter oder Krankheit ausscheiden, wird in Zukunft jährlich ein neuer Ausbildungskurs angeboten.“ Der diesjährige Kurs hätte vor wenigen Tagen mit 13 Teilnehmern begonnen. Für das Jahr 2016 bezifferte Niemann die Zahl der Bewerber mit „aktuell 17“. Weitere Interessenten könnten sich in der Vereinsgeschäftsstelle anmelden. Die Ausbildung würde in erster Linie durch Spenden finanziert.

Auf ein großes Ereignis in diesem Jahr wies Niemann die Mitglieder hin. „Im September begeht die Telefonseelsorge ihr zwanzigjähriges Bestehen mit einem Festakt in Clemenswerth“, sagte er. Des Weiteren wies er darauf hin, dass der Verein, der ursprünglich als „Telefonseelsorge Emsland“ gegründet wurde, nunmehr den Zusatz „Grafschaft Bentheim“ führt. „Die Telefonseelsorge umfasst jetzt ein Gebiet mit rund 450000 Einwohnern“, erklärte Niemann und ergänzte, „die Umbenennung war auch deshalb erforderlich, weil bereits eine Reihe der Mitarbeiter aus der Grafschaft kommen.“

Die stellvertretende Vorsitzende Gislinde Prange gab einen Überblick über die Fortbildungsmaßnahmen des vergangenen Jahres und Geschäftsführer Ludger Plogmann berichtete über die Umstellung der Verwaltung auf die elektronische Datenverarbeitung. „Das neue Programm mit der Dienststatistik, der Anrufstatistik und der Mitarbeiterbelegung erfolgte reibungslos“, freute er sich.

Die Telefonseelsorge Emsland/Grafschaft Bentheim wurde 1995 gegründet. Der Vorstand und die Mitarbeiter versehen ihre Arbeit ehrenamtlich. Der Verein hat aktuell 145 Mitglieder und befindet sich in katholischer Trägerschaft. Er ist Mitglied im Diözesancaritasverband Osnabrück. Die Arbeit ist ökumenisch organisiert. Zu erreichen ist das Angebot der Telefonseelsorge gebührenfrei unter Tel. 0800/1110111. Seit Neuestem gibt es auch eine Chat-Beratung im Internet auf www.telefonseelsorge-emsland.de.

Zur Sache

Die Telefonseelsorge Emsland/Grafschaft Bentheim wurde 1995 gegründet. Der Vorstand und die Mitarbeiter versehen ihre Arbeit ehrenamtlich. Der Verein hat aktuell 145 Mitglieder und befindet sich in katholischer Trägerschaft. Er ist Mitglied im Diözesancaritasverband Osnabrück. Die Arbeit ist ökumenisch organisiert. Zu erreichen ist das Angebot der Telefonseelsorge gebührenfrei unter Tel. 0800/1110111. Seit neuestem gibt es auch eine so genannte Chat-Beratung im Internet auf www.telefonseelsorge-emsland.de. Jedem Ratsuchenden, egal ob am Telefon oder im Chat, wird die Wahrung der Anonymität zugesichert.
(Quelle: Meppener Tagespost, 11.04.2015)